01 Juni 2018

Gesund leben Zecken

Wenn die Temperatur steigt und der Frühling in die Natur lockt, folgen nicht nur Menschen diesem Ruf.

Ab etwa 7°C sind auch kleine Blutsauger unterwegs: Zecken. Und sie bringen Risiken mit sich, denn Zecken sind oftmals Krankheitsträger und können beispielsweise Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen.

Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn Vorbeugung hilft. Besonders gern warten Zecken im hohen Gras oder im tiefen Laub auf neue „Opfer“. Darum sollte man hohe, ungemähte Wiesen und auch unbefestigte Waldwege meiden. Lange Hosen und hohes Schuhwerk machen Zecken den Weg zur Haut schwer – wenn auch nicht unmöglich, denn sie suchen eine ganze Weile nach einer geeigneten Saug-Stelle zum Stechen. Steckt man zusätzlich die Hose in die Socken ist das zwar nicht gerade ein optisches Highlight, hilft aber, um Zecken abzuhalten. Zur Abwehr gibt es auch verschiedene Insekten-Sprays, die unterstützen können.

Nach dem Spaziergang heißt es dann erst einmal, gründlich die Haut und Kleidung abzusuchen. Wenn sie sich noch nicht festgesaugt haben, sehen Zecken aus wie winzige Spinnen und können einfach abgestreift werden.

Und was, wenn es zu spät ist? Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich, aber vorsichtig! In Apotheken und im Handel gibt es verschiedene Hilfsmittel zur Zecken-Entfernung: Zecken-Zangen, -Haken, -Lassos oder -Karten beispielsweise. Sie alle helfen, die Zecke unverletzt aus der Haut zu ziehen, denn wenn Reste im Körper bleiben, können sich Entzündungen bilden. Auch ist es wichtig, die Zecke vorher nicht mit Öl, Klebstoff oder sonstigem zu „behandeln“, denn das fördert nur das Ausscheiden der Krankheitserreger.

Nach dem Entfernen sollte man den Einstich desinfizieren und im Auge behalten. Entsteht eine ringförmige Hautrötung, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Das gilt auch bei grippeähnlichen Symptomen wie Müdigkeit, Fieber oder Kopfschmerzen. Aber Vorsicht: es kann mehr als drei Wochen dauern, bis sich nach einem Zeckenstich die Symptome bemerkbar machen. Gegen eine Borreliose hilft Antibiotika, bei FSME helfen keine Medikamente, wenn die Krankheit erst ausgebrochen ist. Dafür gibt es dagegen eine Impfung, die besonders in Risikogebieten (Süddeutschland) ratsam ist. Gegen Borrelien gibt es in Deutschland noch keinen für Menschen zugelassenen Impfstoff.