23 Mai 2018

Sport und Fitness , Gesund leben Schutz

Endlich wecken frühlingshafte Temperaturen und erste Sonnenstrahlen in uns den Drang, sich wieder mehr zu bewegen. Radfahren, Inlineskaten, Joggen, Wandern - all das sind Aktivitäten, die jetzt wieder Spaß machen.

Durch die winterbedingte Bewegungspause laufen wir allerdings gerade jetzt Gefahr, uns eine Sportverletzung einzufangen. Wir geben Tipps, wie die häufigsten Verletzungen behandelt werden können.

Ein Unfall ist kein Zufall

Wer nur sporadisch Sport treibt, sich nicht ausreichend aufwärmt und seine Trainingseinheiten nicht vernünftig plant, riskiert eine Sportverletzung. Vor allem Freizeitsportler tragen häufig Verstauchungen, Muskelrisse, Zerrungen und Prellungen davon.

Verstauchung

Eine Verstauchung entsteht, wenn ein Gelenk über dessen Bewegungsspielraum hinaus belastet wird. Meist ist das Sprunggelenk lädiert, doch auch Knie und Handgelenke sind immer wieder betroffen. Die Folge dieser Überbelastung ist eine Überdehnung der Gelenkkapseln, oft in Verbindung mit einer Zerrung der umgebenden Bänder oder Muskeln. Das Gelenk bleibt zwar belastbar, dies verursacht aber große Schmerzen. Häufig ist das Gelenk dazu schmerzhaft geschwollen.Um das genaue Ausmaß der Verletzung zu diagnostizieren, sollte ein Arzt die Verstauchung untersuchen. Röntgenaufnahmen geben Aufschluss darüber, ob auch Knochen in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Ist dies nicht der Fall, kann die Verletzung ohne operativen Eingriff innerhalb einer oder zwei Wochen abheilen, indem Sie das Gelenk schonen.

„Bewegung ohne Belastung“ lautet hier die Devise. Als unterstützende, abschwellende und schmerzlindernde Maßnahme empfiehlt sich die Anlage eines Kinesio-Tapes durch einen geschulten Physiotherapeuten. Ist das Gewebe schmerzhaft geschwollen, empfehlen wir 5-8 x pro Tag den Einsatz eines Eislollys: Füllen sie einen kleinen, leeren Plastikbecher mit Wasser und einem Holzstab und lassen ihn im Eisfach gefrieren. Anschließend lösen sie den Becher unter heißem Wasser ab und führen den Eislolly 2-3 Minuten über das betroffene Gelenk.ZerrungKommt es beim Sport zu einer Überdehnung der Muskeln oder auch der Bänder, kann eine Zerrung die Folge sein. Geschuldet ist diese Verletzung häufig unzureichendem Aufwärmen der Muskulatur, die anschließend überbeansprucht wird. Die Verletzung verursacht starke Belastungs- und Druckschmerzen. Ein Arzt sollte ausschließen, dass ein Muskelfaserriss besteht. Wichtig ist anschließend, dass die betroffene Muskelpartie geschont wird. Auch hier empfehlen wir die Anlage eines Kinesio-Tapes durch einen geschulten Physiotherapeuten.PrellungDer berühmte "Pferdekuss" oder andere Gewalteinwirkungen direkt auf das Muskelgewebe führen unweigerlich zu schmerzhaften Prellungen. Blut sammelt sich in der betroffenen Muskelpartie, das Gewebe schwillt an und die betroffene Körperstelle verursacht große Schmerzen. In den meisten Fällen ist es allerdings nicht notwendig, einen Arzt aufzusuchen.

PECH hilftBei Sportverletzungen lässt sich für Laien in der Regel nicht unmittelbar feststellen, welche Art der Verletzung vorliegt. Ein Arztbesuch ist daher meist unumgänglich.Als Erste Hilfe gilt die PECH-Regel. Dies ist die Abkürzung für die Reihenfolge folgender Behandlungsschritte:

  • Pause: Beenden Sie Ihre sportliche Aktivität umgehend.
  • Eis: Kühlen Sie den betroffenen Muskel oder das Gelenk schnellstmöglich. Um Erfrierungen zu vermeiden, legen Sie Eis nicht direkt auf die Haut. Verwenden Sie besser einen feucht-kalten Umschlag.
  • Compression: Legen Sie einen elastischen Druckverband an. Die Kompression hilft, die Schwellung zu reduzieren. Hilfreich ist es, wenn Sie den Eis-Umschlag in den Verband integrieren, um so langfristig für Kühlung zu sorgen.
  • Hochlagern: Anschließend lagern Sie die verletzte Stelle hoch.