22 März 2018

Gesund leben Schlafen

Die Tage werden länger, viele Pflanzen zeigen schon erste Knospen. Doch anstatt dass der Aktionsdrang geweckt wird, schleppen sich viele von uns in dieser Zeit nur müde durch den Tag – die Frühjahrsmüdigkeit hat uns im Griff.

Vom Frühlingserwachen keine Spur.

Der Frühling steht in den Startlöchern. Die sonnigen und warmen Tage haben wir uns während der dunklen und kalten Jahreszeit oft sehnsüchtig herbeigewünscht. Doch gerade in den ersten schönen Tagen fühlen sich viele Menschen oft müde, abgeschlagen, kämpfen mit Schwindel und Kreislaufproblemen. Die Frühjahrsmüdigkeit kann schon sehr belastend sein und jeder Zweite in Deutschland ist nun gereizt und antriebslos.

Die Hormone befinden sich im Ungleichgewicht
Welche Ursachen genau für die Frühjahrsmüdigkeit verantwortlich sind, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Wissenschaftler der Georgetown University in Washington haben in einer Studie den niedrigen Serotoninspiegel als eine der Hauptursachen für die Frühjahrsmüdigkeit ausgemacht.

Nach einem langen, dunklen Winter sind die Serotoninspeicher (das Gute-Laune-Hormon) relativ leer, dafür ist die Melatoninkonzentration (unser Schlafhormon) hoch. Hält sich unsereiner im Frühjahr wieder häufiger im Freien auf, produziert der Körper vermehrt Serotonin. Bis das Ungleichgewicht der Hormone wieder im Lot ist, kommt es zu einem Durcheinander im Körper. Etwa vier Wochen braucht der Körper, die Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
 

Unsere Tipps helfen Ihnen, der Frühjahrsmüdigkeit aktiv den Kampf anzusagen:

1. Viel frische Luft und Licht: Tanken Sie jetzt viel frische Luft und Tageslicht, denn so kommt der Körper in Schwung. Öffnen Sie die Fenster so oft es die Temperaturen und Kollegen erlauben. Das bringt Sauerstoff ins Gehirn und vertreibt die Müdigkeit. Zusätzlich kurbelt das Licht die Bildung von Serotonin an.

2. Bewegung, wann immer es geht: Nutzen Sie jetzt jede Möglichkeit, um sich zu bewegen. Treppe statt Fahrstuhl, Fußweg statt Auto, Spaziergänge, Joggen oder was auch immer – Hauptsache Sie bewegen sich an der frischen Luft und regen den Kreislauf an.

3. Leichtes Essen bevorzugen: Verzichten Sie auf das schwere und üppige Winteressen. Setzen Sie jetzt vermehrt auf frisches Gemüse und Obst. Die leichte Kost versorgt den Körper mit einer Extraportion Vitaminen und Mineralstoffen. Das belastet ihn weniger und macht uns von innen fit für den Frühling.

4. Viel trinken: Auch das freut unseren Organismus. Müdigkeit resultiert häufig auch aus einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme. Deshalb über den Tag verteilt möglichst viel trinken – am besten Wasser, Tee oder andere ungesüßte Getränke.

5. Wechselduschen wecken neue Lebensgeister: Ein kalter Wasserstrahl nach der warmen Dusche kostet Überwindung, bringt aber den Kreislauf in Schwung. Dabei Arme und Beine, den ganzen Körper oder aber auch nur den Nacken abwechselnd mit warmen und kalten Wasser abbrausen.

6. Jetzt nur nicht verkriechen: Wer frühjahrsmüde ist, hat wenig Lust etwas zu unternehmen. Mediziner raten in diesem Zusammenhang davon ab, sich im Bett zu verkriechen und dem Schlaf nachzugeben. Besser: unternehmen Sie etwas mit Freunden oder Bekannten, in dessen Gesellschaft Sie sich wohlfühlen. Angenehme Aktivitäten fördern die Serotonin-Ausschüttung und das hebt die Stimmung.

Jetzt können Sie den Frühling in vollen Zügen genießen!