23 Januar 2019

Gesund leben , Achtsamkeit Schlafen

— geschrieben von Christina Heimbach, Leitung Psychologie & Beratung Westparkstraße

Gehören auch Sie zu den 50 %, die in den letzten drei Monaten häufiger oder manchmal unter Ein- und/oder Durchschlafproblemen gelitten haben?

Schlaf ist ein Zustand der äußeren Ruhe bei Menschen. Die Funktionen des Schlafes sind nur teilweise erklärt, wie z.B. das Durchlaufen verschiedener Schlafphasen. Sicher ist aber, dass Menschen schlafen müssen, um zu überleben und um gesund zu bleiben.

Die Qualität des Schlafes wirkt sich auf unsere gesamte Lebensqualität aus. Leider wird die Schlafqualität heute durch viele Faktoren gestört und trägt zu Ein- und Durchschlafstörungen bei, unter denen in den westlichen Industriestaaten ca. 10 % der Bevölkerung leidet. Im DAK Gesundheitsreport geben nahezu 50 % der Befragten an, dass sie in den letzten drei Monaten häufiger oder manchmal unter Ein- und / oder Durchschlafproblemen gelitten haben.

Einer der Hauptfaktoren ist der alltägliche Stress, dem sich heute viele Menschen ausgesetzt fühlen. Die Hetze, Eile, der Zeit- und Termindruck und die ständige Erreichbarkeit durch das Smartphone tragen in einem erheblichen Maß zu Schlafproblemen bei. Das führt zu veränderten Verhaltensweisen wie unregelmäßige Schlafenszeiten, übermäßiger Kaffeegenuss und eine allgemein hohe körperliche und psychische Anspannung.

Es gelten folgende Regeln zur Förderung des gesunden Schlafens:

  1. Gestalten Sie Ihre Schlafumgebung angenehm und schlaffördernd (Temperatur, Licht, Geräusche).
  2. Schaffen Sie zwischen Ihrem Alltag und dem Zubettgehen eine "Pufferzone".
  3. Halten Sie jeden Tag (auch am Wochenende) regelmäßige Aufsteh- und Ins-Bett-geh-Zeiten (max. Abweichung 30 Min) ein.
  4. Trinken Sie 4-8 Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee und 3 Stunden keinen Alkohol mehr.
  5. Vermeiden Sie körperliche Überanstrengung nach 18 Uhr. Gehen Sie aber grundsätzlich sportlichen Aktivitäten am Tage nach.
  6. Legen Sie sich ein regelmäßiges „Zubettgeh-Ritual“ zu: Ein Reihe regelmäßiger, stets in der gleichen Abfolge durchgeführter Handlungen (z.B. Kontrolle, ob Haustür verschlossen ist, Licht in anderen Räumen löschen, Umziehen für die Nacht, Heizung abdrehen, Zähne putzen).

Sie möchten gern noch mehr über das Thema erfahren? Dann nutzen Sie unseren Gesundheitsflyer „Schlafen Sie gut! Tipps für einen erholsamen Schlaf.“. Hier erfahren Sie mehr über z.B. Schlafhygiene und wie Sie Ihren gesunden Schlaf fördern können.

Autorin: Christina Heimbach
Diplom-Psychologin-Fachpsychologin für Rehabilitation (BDP)
Leitung Psychologie & Beratung Westparkstraße und Betriebsstätte Königshof