Was ist die erweiterte ambulante Physiotherapie?

Eine EAP ist indiziert nach schwereren Verletzungen infolge eines Arbeitsunfalls, deren Behandlungskosten die  Berufsgenossenschaft trägt. 

Was ist das Ziel einer EAP?

Die EAP dient der Funktionswiederherstellung oder Funktionsverbesserung nach Unfallverletzungen mit Störungen ganzer Funktionsketten oder nach Berufskrankheiten.

Für wen kommt eine EAP in Frage?

Personen, die in folgenden Situationen einen Unfall erlitten:

  • Arbeitnehmer während der beruflichen Tätigkeit und auf dem Hin- und Rückweg
  • Lebensretter während der Hilfestellung
  • Kinder, Schüler und Studenten beim Besuch des Kindergartens, der Schule oder Hochschule und auf dem Hin- und Rückweg

Wenn eine AU eines Unfallverletzten über sechs Wochen andauert, kann die Berufsgenossenschaft zur EAP raten, genauso kann der Unfallverletzte direkt aktiv werden und eine EAP beantragen.

Für welche Indikationen kommt eine EAP infrage?

Bewegungseinschränkungen nach

  • Gelenk-Teilsteifen
  • Ankylosierenden Arthrosen
  • Narkosemobilisation
  • Komplexen Gelenkverletzungen mit verzögerter Mobilisierbarkeit
  • Schweren Handverletzungen
  • Objektiv nachweisbaren Muskelschwächen oder Muskelfunktionsstörungen
  • Frühzeitig (innerhalb von 4 Wochen) erkennbarem Stillstand eines anfänglichen Funktionsgewinnes unter Standardtherapie der Krankengymnastik/ Physiotherapie

Welchen Leistungsumfang hat eine EAP?

Grundsätzlich beinhaltet eine Einheit:

  • 30 Minuten Krankengymnastik (KG)
  • 60 Minuten Medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • 30 Minuten Hydra-/Mechano-/Elektrotherapie oder ergänzende Maßnahmen

Wir passen den Therapieplan befundbezogen an, sollte dies notwendig sein. 

Nach 14 Tagen nach Beginn der Behandlung wird eine Kontrolluntersuchung beim verordnenden Arzt durchgeführt.

Bei uns in den salvea-Einrichtungen ist eine innovative Kombination aus EAP und Ergotherapie als ergänzende Verordnung und Abrechnung möglich. 

Für welchen Zeitraum wird sie verordnet?

Die EAP sollte durchgeführt werden, solange ein erkennbarer, messbarer Funktionsgewinn zur völligen oder weitestgehenden Wiederherstellung zu verzeichnen ist oder einer drohenden Verschlimmerung vorgebeugt werden kann. Grundsätzlich sollte die Therapie mindestens bis zur stufenweisen Wiedereingliederung in den Beruf erfolgen.

Wie wird verordnet?

Eine Verordnung wird für 14 Tage ab Behandlungsbeginn ausgestellt, danach ist eine Kontrolluntersuchung notwendig. Nach dieser Untersuchung wird gegebenenfalls eine neue Verordnung für weitere 14 Tage ausgestellt, die nicht mehr genehmigt werden muss.

Falls die Therapie über vier Wochen hinausgehen soll, sind folgende Punkte notwendig:

  • Begründung des D-Arzt (Durchgangsarzt, Reha-Arzt)
  • Zwischenbericht der EAP-Einrichtung
  • Therapieplan (Terminplan)

Sofern als weitere Therapie die Krankengymnastik/Physiotherapie ausreicht, wird diese verordnet. Die Medizinische Trainingstherapie (MTT) kann auch als alleinige Therapieform, jedoch nur mit einer EAP-Verordnung, erfolgen.

Wie funktioniert die Kostenübernahme?

Wir übernehmen die Abwicklung und holen die  Kostenübernahmeerklärung bei Ihrer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse ein. Wenn die Berufsgenossenschaft der Kostenübernahme zugestimmt hat, melden wir uns telefonisch und besprechen die weiteren Schritte.

Informieren Sie sich über Ihren EAP-Standort:

salvea Ahlen
salvea Düsseldorf
salvea Idar-Oberstein
salvea Bensberg
salvea Gelsenkirchen
salvea Gesundheitszentrum Krefeld
salvea Duisburg-Huckingen
salvea Hofheim
salvea Recklinghausen