Rheumatologische Rehabilitation
Vorträge bei der Rheumatologischen Rehabilitation.
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Unter dem Begriff Rheuma werden derzeit 436 verschiedene Krankheiten zusammengefasst. Daher sind die Symptome so vielfältig ausgeprägt, dass es oft lange dauert, bis man eine genaue Diagnose stellen kann. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem, wie bei einer Allergie, die eigene Körpersubstanz bekämpft. Beispielsweise Muskeln, innere Organe, Gelenke, Haut, Augen können typische Reaktionen aufweisen, wie Rötung, Schwellung, Schmerz, Wärme und Funktionseinschränkung. Nachzuweisen sind diese sogenannten Entzündungszeichen im Blut oder mittels bildgebenden Diagnostischen Verfahren.

Die Patienten fühlen sich schlapp, sind müde, antriebslos und kommen morgens schwer in die Gänge, was als „Morgensteifigkeit“ bezeichnet wird. Diese kann bis zu drei Stunden andauern. Es gibt aber auch rheumatologische Erkrankungen, die als Schmerz-Syndrome, sogenannte „-algien“ wie die Fibromyalgie (Weichteilrheuma) diagnostiziert werden. Hier geben Blutuntersuchungen sowie bildliche Darstellungen keinen Anhaltspunkt für eine Rheumatologische Erkrankung.

Das Ziel der medizinischen Rehabilitation ist sowohl im stationären als auch im ambulant/teilstationären Bereich die Wiederherstellung bzw. wesentliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Patienten im Erwerbsleben. Bei Personen, die nicht erwerbstätig sind, liegt die therapeutische Priorität in der Reintegration in das häusliche Umfeld. Eine Pflegebedürftigkeit soll vermieden werden.

Aus den langjährigen Erfahrungen mit der ambulanten Rehabilitation ist davon auszugehen, dass nur mit einem ganzheitlich interdisziplinären Ansatz (aus Arzt, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Ergotherapie, Sporttherapie, physikalische Therapie, Psychologie) die Aussicht besteht, Therapieziele wie berufliche Wiedereingliederung oder die Verhinderung eines vorzeitigen Ausscheidens aus dem Erwerbsleben zu erreichen.