08. September 2016

salvea , Krefeld

Paul Veltrup verbesserte Schnelligkeit und Abstoßkraft mit Spezial-Training und gewinnt salvea als Sponsor.

Krefeld. Souverän beantwortet er die Fragen, ist erkennbar entspannt und offen. Erzählt, kommentiert und lächelt über das eine oder andere lustige Erlebnis. Das Verblüffende dabei: Dieser Mann ist erst 15 Jahre jung. Die Rede ist von Paul Veltrup, dem Deutschen A-Jugendmeister im Degenfechten.

Acht Jahre war er alt, als seine Cousine Victoria und sein Cousin Niclas ihn in den Fecht-Bann zogen. Beide fochten damals schon auf Leistungsebene. Paul Veltrup startete mit einem Kurzdegen, trainierte einmal in der Woche. Als er zehn Jahre alt war, wechselte er in den Krefelder Fechtclub. Dann wurde schon zwei Mal in der Woche trainiert. Mit zwölf Jahren steigerte er das Training auf wöchentlich drei Mal. Und das alles neben dem normalen Schulbesuch. „Das Training ließ sich gut integrieren“,  erzählt er. „Nach der Schule machte ich zuerst die Hausaufgaben, dann folgte von 17.00 bis 20.00 Uhr das Fechten.“ Alles das, was Jugendliche in dem Alter normalerweise tun, kam am Wochenende dran. „Fechten macht mir einfach ganz großen Spaß“, berichtet Paul Veltrup.

Tolle Erfolge

Die ersten Erfolge kamen, Turniere mit ersten Plätzen. Im letzten Jahr dann als Höhepunkt zum ersten Mal eine Teilnahme bei der Europa-Meisterschaft (EM) in Serbien. Dazu hatte ihn der Deutsche Fechtbund in seiner Altersklasse nominiert. Bei der Welt-Meisterschaft (WM) in Frankreich belegte er schon den 31. Platz (von 120 Teilnehmern). In diesem Jahr schlug seine große Stunde: er wurde Deutscher A-Jugendmeister bei den Wettkämpfen in Reutlingen. Zusammen mit seinem Trainer Lajos Csire erreichte er etwas, wovon der Krefelder Fechtclub seit über einem Jahrzehnt nur träumen konnte: Paul Veltrup holte die Goldmedaille nach Krefeld.

Seine Clubkameraden haben keine Berührungsängste vor dem Deutschen A-Jugendmeister. „Alle wollen gern gegen mich antreten“, berichtet der junge Meisterfechter. „Es hilft ihnen zu sehen, wo sie mit ihrer Leistung stehen.“

salvea wurde Sponsor

Seit einem Jahr absolviert Paul Veltrup zusätzlich ein spezielles Rückentraining bei salvea auf der Westparkstraße. Das Unternehmen ist von ihm so angetan, dass es mittlerweile auch sein Sponsor geworden ist.

„Wir freuen uns, dass wir mit Paul Veltrup einen herausragenden Sponsorpartner gewinnen konnten“, kommentiert Unternehmenssprecher Peter Lengwenings, „er überzeugt durch seine sympathische und engagierte Art. Dass er sich dabei auch noch so erfolgreich entwickelt, macht ihn zum idealen Vorbild für viele andere junge Menschen.“ Das spezielle salvea-Training hilft ihm, besser, schneller und reaktionsstärker zu werden. „Ich habe deutlich gemerkt, wie sehr das Training meine Abstoßkraft verstärkt. Auch meine Schnelligkeit konnte ich erkennbar verbessern“, berichtet er. Dass er durch Training und Erfolge (oder auch anders herum) selbstbewusster geworden ist, weiß er.

So sind die nächsten Ziele auch ambitioniert: Qualifikation bei EM und WM sowie die Titelverteidigung bei der DM. Zusätzlich steht die Teilnahme beim Weltcup auf dem Programm. „Das ist schon eine große Herausforderung, bei einem Weltcup zu starten. Da sind bis zu 150 exzellente Fechter im Wettkampf – und alle wollen gewinnen“, lacht er.

Zukunftspläne

Paul Veltrup ist vor einem Wettkampf nicht nervös. „Für mich zählt die Qualifikation. Die will ich erreichen. Alles andere ist ein Geschenk“, berichtet er.
Locker geht er die Wettkämpfe an. Eine Taktik, die ihm bereits viel Erfolg gebracht hat.

Was er für seine private Zukunft plant? Noch drei Jahre, dann will er sein Abitur machen. Und dann? Medizin studieren, das wäre sein Wunsch. Vielleicht ein Auslandsjahr, gern in den USA. Auch wenn das kein Land ist, in dem die Fechtkunst dominiert, wie das beispielsweise in Frankreich oder Italien der Fall ist. „Aber es muss halt alles passen“, fasst Paul Veltrup zusammen. Und wer ihn sieht und erlebt, kann sich gut vorstellen, dass es dann auch passen wird.