14 März 2017

Aachen

Aachen/Würselen. „Wir sind froh, jetzt eine gute Lösung, für die Immobilie Rheumaklinik, gefunden zu haben“, zeigt sich Reinhard Strauch, Geschäftsführer der Schwertbad GmbH, erleichtert. Zum 1. Juli wird er mit den knapp 30 Mitarbeitern der Abteilung für Psychosomatik in die Räumlichkeiten des Medizinischen Zentrums StädteRegion Aachen (MZ) nach Bardenberg ziehen. Rund 2.000 Quadratmeter werden dort angemietet: Ausreichend Platz für die psychosomatische Behandlung von Schwertbad-Patienten. Für die stationäre Betreuung werden 30 Betten zur Verfügung stehen, welche durch das ganztägig ambulante Angebot ergänzt werden. „Damit müssen wir zwar im ersten Schritt unsere Kapazität in die Psychosomatik von bisher 40 Betten reduzieren, wir planen aber in einem gemeinsamen Zukunfts-Konzept mit dem MZ für den Standort Bardenberg, diese nach und nach auszubauen. Die Zentral- und Funktionsbereiche, die noch im Gebäude der Rheumaklinik vorgehalten werden, werden im Rahmen des Umzugs ins Bestandsgebäude des Schwertbades wechseln.“

Mietvertrag mit MZ

Der mit dem MZ abgeschlossene Mietvertrag gibt beiden Vertragspartnern Gelegenheit, ihre eigenen Konzepte in dieser Zeit zu entwickeln und umzusetzen. So wird das MZ seine akut-medizinischen Bereiche in den Betriebsteil Marienhöhe verlagern. „Wir zentralisieren die Akutmedizin am Standort Marienhöhe, das bietet uns erhebliche Synergieeffekte“, erläutert Geschäftsführer René A. Bostelaar. Die dann am Dr. Hans-Böckler-Platz frei werdenden Räumlichkeiten will das Schwertbad für den weiteren Ausbau der Psychosomatik nutzen. „Der Bedarf an umfassender psychosomatischer Betreuung ist groß“, weiß Reinhard Strauch. „Darauf setzt unser Wachstumskonzept.“ Der Mietvertrag soll einen ersten Schritt für eine tiefergehende Kooperation darstellen. „Ziel ist die Weiterentwicklung des Standortes. Die Zusammenarbeit untermauert, unser Reha-Konzept perspektivisch umzusetzen“, führt MZ-Geschäftsführer Bostelaar aus.

Mietvertrag Rheumaklinik läuft aus

Zum 30. Juni muss der Bereich der bisherigen Rheumaklinik des Schwertbades geräumt und besenrein übergeben werden, da die Vertragsverhandlungen mit dem Eigentümer gescheitert waren. Die Lösung, die sich nun mit der Anmietung der Räumlichkeiten im MZ für das Schwertbad bietet, ist eine gute Basis für unser zukunfts- und wachstumsorientiertes Konzept so Reinhard Strauch.

Konstruktive Gespräche mit Betriebsrat und Mitarbeitern

„Natürlich tut uns der Umzug weh. Er ist eine Zäsur, denn wir verlassen Vertrautes“, weiß Reinhard Strauch. „Aber er ist auch eine Chance für eine Weiterentwicklung, die wir gern nutzen wollen.“ Mit Mitarbeitern und Betriebsrat gibt es dazu konstruktive Gespräche. „Wir haben in den letzten Monaten miterlebt, wie sich alle um eine gute Lösung bemühen, die auch den Mitarbeitern gerecht wird“, betont Frank Stehr, Betriebsrat-Vorsitzender Schwertbad.