13 Februar 2018

Gesund leben Abwehrkräfte Vieren

Es gibt Geräusche, die gehören zur dunklen Jahreszeit fast dazu. „Hatschie“ zum Beispiel. Oder ein Huster. Überall hört man Menschen niesen oder schniefen – oder jemanden sich die Nase putzen. Ganz eindeutig: Es ist Erkältungszeit.

Es gibt Geräusche, die gehören zur dunklen Jahreszeit fast dazu. „Hatschie“ zum Beispiel. Oder ein Huster. Überall hört man Menschen niesen oder schniefen – oder jemanden sich die Nase putzen. Ganz eindeutig: Es ist Erkältungszeit. Doch weil die beste Erkältung die ist, die gar nicht erst ausbricht, kommen hier ein paar Tipps, um sich davor zu schützen.

Um dem Erkältungs-Virus entgegenzuwirken, schickt der Körper eigene Abwehrkräfte. Je stärker also das eigene Immunsystem ist, desto schwerer haben es die Erreger. Ist der Körper geschwächt, haben sie dagegen ein leichtes Spiel. 

  • Viel an die frische Luft – wer sich regelmäßig draußen bewegt, gewöhnt den Körper an die kalten Temperaturen.
  • Angemessene Kleidung tragen – auch wenn der Sommer vielleicht noch nicht lange vorbei ist: die richtige Kleidung hilft, den Körper warm zu halten. Dazu zählen auch Schal, Mütze, Handschuhe und warme Socken, wenn es kalt ist. Denn am alten Spruch „kalte Füße machen Erkältungen“ ist etwas Wahres dran. Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße – auch in den Schleimhäuten. Und eine geringe Durchblutung schwächt die Abwehrfunktion des Körpers.
  • Sport – viel Bewegung steigert die Immunabwehr. 
  • Trockene Luft meiden – Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger für Krankheitserreger. Einfach ein feuchtes Handtuch über die Heizung zu hängen oder ein Wasserschälchen darauf zu stellen reicht oft schon aus. 
  • Ausgewogene Ernährung – Obst und Gemüse sorgen dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine und Mineralien zur Verfügung stehen. 
  • Viel Trinken – am besten Wasser oder Tee. Besonders Teesorten wie Ingwer, Holunder oder Lindenblüte regen das Immunsystem an.
  • Saunagänge – regelmäßige Besuche in der Sauna stärken die körpereigenen Abwehrkräfte. Aber auch heiße Fußbäder oder warm-kaltes Wechselduschen erfüllen diesen Zweck. 
  • Ausreichend Schlaf – ein ausgeruhter Körper unterstützt ein gesundes Immunsystem. Das heißt auch: Stress vermeiden, damit der Körper genug Kraft hat, gegen die Viren anzukämpfen. 
  • Abstand halten – nein, nicht mit dem Auto. Von (erkälteten) Menschen. Der Erkältungsvirus wird in kleinsten Tröpfchen übertragen. Und er ist hartnäckig. Bis zu 10 Metern kann ein Virus „fliegen“ und sich mehrere Sekunden in der Luft halten. 
  • Menschenmengen meiden – die Menge macht’s. Auch die beste Abwehr geht in die Knie, wenn sie mengenmäßig hoffnungslos unterlegen ist. Wenn viele Menschen gleichzeitig Erkältungsviren verbreiten, steigt natürlich die Gefahr der Ansteckung. 
  • Hygiene ist wichtig – Hände waschen nicht vergessen. An glatten Gegenständen wie Türklinken oder auch Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln können Erkältungsviren lange überleben. Darum hilft häufiges (und gründliches) Händewaschen mit Wasser und Seife, die Ansteckung zu mindern. Wichtig ist, darauf zu achten, sich mit ungewaschenen Händen nicht ins Gesicht zu fassen, denn so trägt man die Viren direkt zu den Schleimhäuten. 


Und wenn es einen dann doch erwischt hat…
Manchmal haben alle Vorsichtsmaßnahmen nicht geholfen und die Erkältung hat einen voll im Griff. Um nicht das ganze Umfeld ebenfalls anzustecken, helfen ein paar einfache Maßnahmen: 

  • Papiertaschentücher benutzen und direkt nach einmaligem Gebrauch entsorgen
  • Nicht in die Hand niesen (oder husten), von dort aus gelangen die Viren schnell zur nächsten Schleimhaut.  Besser geeignet ist die Ellenbogen-Beuge.
  • „Küssen verboten“, denn die Tröpfchen sind schnell übertragen.
  • Gutes Lüften verbessert nicht nur das Raumklima, es vermindert auch die Ansteckungsgefahr.
  • Nicht alles teilen: Trinken aus demselben  Glas oder das gemeinsame Nutzen einer Gabel oder Löffels  macht Viren die Verbreitung leicht. 
  • Auch dann: Hygiene ist wichtig! Am besten nach jedem Naseputzen die Hände waschen. 


Vielleicht hilft das, einer kommenden Erkältung entgegenzuwirken. Falls nicht: schon jetzt „Gute Besserung“!